Restaurierungsprojekt "Dame im Badeschloss"

Die Farbenpracht der Dame im Badeschloss
Restaurierungsbedarf im Museum für Islamische Kunst

Die Freskomalerei aus dem Badeschloss Amra ist ein einmaliges Kunstwerk aus dem Übergang Spätantike / früher Islam. Die Frauendarstellung stammt aus einem außergewöhnlichen Ensemble eines frühislamischen Kalifenpalasts in Jordanien aus der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts (um 730/40). Figürliche Wand- und Deckenmalereien gehörten dort zum umfangreichen Bildprogramm der Audienzhalle und des Bades und zeigen eindrucksvoll das Fortleben spätantiker Traditionen in der islamischen Zeit – hier beauftragt durch den Kalifen Walid ibn Yazid. Das Werk aus der Epochenwende hat auch heute erstaunlich Aktualität, stellt es doch gängige Rezeptionen islamischer Kunst in Frage. Die erste Dynastie der Umaiyaden setzte sich intensiv mit den spätantiken Kunsttraditionen auseinander – auch mit der figürlichen Malerei.

Das Kalifenreich erreichte zur Zeit der Umaiyaden, der ersten islamischen Dynastie, seine größte Ausdehnung und breitete sich von Spanien im Westen bis nach Mittelasien im Osten aus. Das Zentrum des islamischen Weltreiches wurde 661 nach Damaskus in Syrien verlegt. Wichtige Verwaltungsreformen wurden vorgenommen und Arabisch als Kanzleisprache eingeführt. Charakteristisch für die Umaiyadendynastie war ihre Baukunst, insbesondere die Palastbauten aus dem die Dame stammt. Bei den jüngsten Restaurierungen vor Ort kam die spektakuläre Farbenpracht der Fresken zu Tage. Die Berliner Dame wartet noch darauf, in neuer alter Farbenpracht gezeigt zu werden. 

Wandmalerei (I. 1264), Museum für Islamische Kunst, Höhe: 210 cm, Breite: 101,5 cm

Lesen Sie mehr zum Badeschloss Amra von Prof. Dr. Stefan Weber "Having a Bath in the Desert", in: al-Khamis U./ Kamel S./ Weber S. (eds.): Early Capitals of Islamic Culture. The Artistic Legacy of Umayyad Damascus and Abbasid Baghdad (650–950), München (2014), pp. 37-38 (English).

Die Kosten für die Voruntersuchung und eine Proberestaurierung durch einen auf Wandmalereien spezialisierten Restaurator, belaufen sich einschließlich der ergänzenden Laboruntersuchungen am Rathgen-Forschungslabor auf ca. 5.000 Euro. => 1.500,- € haben wir bereits erhalten (Stand 03.11.2017).

Abhängig vom Ergebnis der Voruntersuchung, wird für die Konservierung/ Restaurierung der Malerei ein Budget von 20.000 – 30.000 Euro benötigt.

Bitte richten Sie Ihre Spende an:

Freunde des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum e.V.
IBAN: DE74100400000125849000
BIC/SWIFT: COBADEBBXXX
Verwendungszweck: Dame aus Amra